Fristenmanagement mit sichtbarem Rechenweg
Juracta zeigt, wie eine mit dem Fristenrechner berechnete Frist zustande kommt, und legt neue Fristen und Notfristen zur Prüfung vor. Vorfristen und eine Erinnerung vor Fälligkeit begleiten die Erledigung; überfällige kritische Fristen erscheinen täglich in der E-Mail-Übersicht.
Fristenmanagement ist in jedem Tarif enthalten. Preise und Vergleich
Der Rechenweg bleibt an der Frist gespeichert
Aus Zustelldatum, Fristdauer und Bundesland berechnet Juracta die Fälligkeit nach §§ 187, 188, 193 BGB: Ereignisfrist, Monatsende-Regel, Verschiebung von Wochenenden und Feiertagen auf den nächsten Werktag. Die landesweiten Feiertage aller 16 Bundesländer sind hinterlegt, einschließlich der beweglichen und des Buß- und Bettags.
Das Ergebnis übernehmen Sie samt Rechenweg in die Frist. Er wird an der Frist gespeichert und bleibt in der Akte nachvollziehbar: Wer später prüft, sieht Norm für Norm, wie das übernommene Datum zustande kam. Ändert jemand das Datum von Hand, entfällt der Rechenweg, statt einen zu zeigen, der nicht mehr zum Datum passt.
Feiertagskalender
je Bundesland, einschließlich osterabhängiger Feiertage.
Grenze
Gemeinde- und konfessionsabhängige Feiertage gelten nicht landesweit und sind deshalb nicht hinterlegt.
Datenprüfung, Vorfristen und Eskalation begleiten Fristen
Nach der Berechnung prüft im Team eine zweite Person die Eintragung. Bei hoher und kritischer Priorität entstehen standardmäßig Vorfrist-Aufgaben (für Fristen, die einer Akte zugeordnet sind), und Sie melden die Erledigung. Ohne zweite prüfberechtigte Person wird die Eintragung als selbstbestätigt protokolliert.
Im Team prüft eine zweite Person die Eintragung
Neue Fristen und Notfristen werden unabhängig von der Priorität zur Datenprüfung vorgelegt, der Prüfung von Datum und Berechnung. Im Team prüft eine berechtigte Person, die nicht an der Eintragung beteiligt war. Offene Prüfungen finden Sie in der Fristenliste unter „Ungeprüft“; die zweite Person bestätigt oder beanstandet die Eintragung. Erinnerungen laufen währenddessen weiter. Neu angelegte Wiedervorlagen sind von dieser Prüfpflicht ausgenommen; eine bereits geprüfte oder gemeldete Frist bleibt auch nach der Umstufung zur Wiedervorlage in Prüfung und Kontrolle.
Vorfristen entstehen als Aufgaben an der Akte
Für Fristen mit hoher oder kritischer Priorität, die einer Akte zugeordnet sind, entstehen standardmäßig Vorfrist-Aufgaben sieben Tage und einen Tag vor Fälligkeit, sofern Sie keine eigenen Vorfristen festlegen. Sie erscheinen in der Arbeitsliste auf dem Dashboard, fallen nie auf ein Wochenende und ziehen mit, wenn die Frist verschoben wird.
Kritische Fristen werden täglich eskaliert
Überfällige kritische Fristen erscheinen täglich in der E-Mail-Übersicht und als Hinweis in der Anwendung, bis ihre Erledigung gemeldet wird. Die Erinnerung vor Fälligkeit kommt einmal je Frist, in der Anwendung mit drei Tagen Vorlauf vorbelegt, und wird morgens in die E-Mail-Übersicht eingeplant. Ist die zuständige Person abwesend und eine Vertretung hinterlegt (an der Frist oder im Profil), gehen Erinnerung, Eskalation und Vorfrist-Aufgaben an die Vertretung. Die anschließende Erledigungskontrolle bleibt als eigener Schritt sichtbar.
Ohne zweite prüfberechtigte Person protokolliert Juracta die Eintragung als selbstbestätigt
Gibt es keine zweite unbeteiligte, prüfberechtigte Person, wird die Eintragung als selbstbestätigt protokolliert. Die Erledigung wird anschließend gesondert bestätigt. Sobald eine zweite berechtigte Person verfügbar ist, gilt für neue Prüfungen wieder das Vier-Augen-Prinzip.
Änderungen werden erneut geprüft
Ändern sich prüfrelevante Angaben wie Datum, Uhrzeit oder Fristtyp, wird die Eintragung erneut zur Prüfung vorgelegt. Die bisherige Entscheidung bleibt im Protokoll nachvollziehbar.
Nach der Erledigungsmeldung bleibt die Kontrolle offen
Die Erledigungsmeldung beendet Erinnerungen und Eskalationen. Die Kontrolle bleibt als eigener offener Schritt sichtbar, bis eine berechtigte Person sie bestätigt.
Frist, Termin und Aufgabe folgen drei verschiedenen Regeln
| Art | Was sie ist | Wie sie erledigt wird | Wo sie erscheint |
|---|---|---|---|
| Frist | Frist oder Notfrist mit Datum und Priorität; interne Wiedervorlagen werden als eigener Typ geführt. | Erledigung an der Frist melden, anschließend kontrollieren. Neu angelegte Wiedervorlagen sind von der Kontrolle ausgenommen. | Fristenliste, Fristenzettel, Kalender, Arbeitsliste, Übersicht der Akte. |
| Termin | Anwesenheit. Ein Gerichtstermin hängt immer an einer Akte. | Er findet statt oder wird verlegt; es gibt nichts abzuhaken. | Kalender mit Kollisionswarnung, Arbeitsliste, ICS-Export. |
| Aufgabe | Interner Arbeitsschritt, auch als Vorfrist zu einer Frist. | Direkt abhakbar, auch aus der Arbeitsliste heraus. | Akte, Arbeitsliste, Dashboard. |
Die Fristenkette für Berufung und Revision kennt zusätzlich den gesetzlichen Spät-Beginn nach §§ 517, 548 ZPO (fünf Monate ab Verkündung). Juracta zeigt ihn an und rechnet nicht mit ihm. Welcher der beiden Beginnzeitpunkte im Einzelfall gilt, entscheiden Sie.
Fristen führen Sie an drei Orten:
- In der Akte: Jede Akte hat ihren eigenen Fristen-Tab, mit Anlegen, Berechnen und Erledigen, ohne die Akte zu verlassen.
- Als Fristenzettel: alle offenen Fristen nach Fälligkeitstag gruppiert, Überfälliges zuerst, heutige Vorfristen eigens markiert, druckbar für die Handakte.
- Im Kalender: Ihre Fristen erscheinen neben den Terminen, dort nur zur Ansicht; gemeldet und kontrolliert werden sie in der Fristenliste oder der Akte. Die Warnung bei Überschneidungen gilt für Termine. Die Fristenliste bietet einen eigenen ICS-Export.
Häufige Fragen
Legt Juracta Fristen automatisch an?
Nein. Fristen sind haftungsrelevant, deshalb legt immer eine Person sie an, nach Prüfung des Rechenwegs. Juracta schlägt vor (etwa Rechtsmittelfristen oder Fristen aus Rechtsgebiets-Paketen), berechnet und erinnert.
Wie unterscheidet Juracta Fristen, Termine und Aufgaben?
Juracta führt sie getrennt: Eine Frist ist rechtlich verbindlich, ein Termin ist Anwesenheit, eine Aufgabe ein interner Arbeitsschritt. Eine Aufgabe lässt sich direkt abhaken. Bei einer Frist wird die Erledigung an der Frist gemeldet und anschließend kontrolliert.
Wer sieht welche Fristen?
Jede Person mit Zugriff auf den Bereich Fristen sieht standardmäßig alle Fristen der Kanzlei, unabhängig davon, wer sie angelegt hat. Mit „Meine“ lässt sich die Liste auf die eigenen zuständigen Fristen eingrenzen.
Was ist mit Notfristen?
Fristen tragen einen Typ (Notfrist, Frist oder Wiedervorlage) und eine Priorität. Neue Fristen und Notfristen unterliegen der Datenprüfung und der Erledigungskontrolle, unabhängig von ihrer Priorität. Überfällige Fristen mit Priorität „kritisch“ lösen zusätzlich die tägliche Eskalation aus. Ohne zweite prüfberechtigte Person protokolliert Juracta die Eintragung als selbstbestätigt.
Wer trägt die Verantwortung für berechnete Fristen?
Die Verantwortung für die fachliche Richtigkeit von Fristberechnungen liegt bei Ihrer Kanzlei. Juracta unterstützt die anwaltliche Arbeit und ersetzt nicht deren Prüfung. Deshalb zeigt Juracta den Rechenweg; Grenzen sind zum Beispiel die nicht hinterlegten gemeinde- und konfessionsabhängigen Feiertage.
Verwandte Funktionen
- Akten und Organisation
Ampel, Phasen und Arbeitsliste zeigen, was ansteht.
- Dokumenten-Assistent
Schriftsätze aus Ihren Vorlagen und den Daten der Akte zusammensetzen.
- Mandantenportal
Unterlagen anfordern und Nachrichten mit der Mandantschaft austauschen.
Juracta zeigt den Rechenweg an Ihren eigenen Fristen
Juracta ist in der geschlossenen Beta.
Sie tragen sich unverbindlich ein. Vorgemerkte Kanzleien erhalten Vorrang bei der Freischaltung und eine persönliche Einrichtung.
Wer jetzt arbeiten möchte, fragt einen Testzugang an; Juracta richtet ihn persönlich ein. Umfang, Dauer und Bedingungen teilt Juracta vor der Freischaltung mit.